Partizipative Prozesse im Kontext kolonialer Erinnerungskultur

📮Anmeldung
Die Anmeldung zum UNESCO Online-Seminar “Partizipative Prozesse im Kontext kolonialer Erinnerungskultur” erfolgt per E-Mail an: antidiskriminierung@heidelberg.de. Eine Anmeldung ist bis zum 10. April möglich.

🌐 Das Online-Seminar mit der UNESCO “Partizipative Prozesse im Kontext kolonialer Erinnerungskultur”, knüpft an Diskurse über den lokalen Umgang mit kolonialem Erbe und Kontinuitäten kolonialer Denkweisen an und richtet sich an Mitarbeitende öffentlicher Institutionen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Aktivist*innen.

Die Anerkennung der Kolonialvergangenheit als Unrechtssystem, die Entwicklung angemessener Erinnerungsformate, sowie die Bekämpfung rassistischer Denkweisen und Praktiken sind Querschnittsaufgaben, die von öffentlichen und kulturellen Institutionen, genauso wie von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen wahrgenommen werden müssen. Gleichberechtigte Partizipation und Mitbestimmung sind essentiell für eine koloniale Erinnerungskultur und den Abbau rassistischer Reproduktionen. Dafür müssen betroffene Akteur*innen Selbstbestimmung und eigene Narrative einfordern können und Institutionen Deutungsmacht abgeben.

🌆 Deshalb bringt das UNESCO Online-Seminar Vertreter*innen aus städtischen Verwaltungen, der kulturellen Bildung und der Zivilgesellschaft zusammen, um praxisorientiert Möglichkeiten gleichberechtigten und aktiven Einbindung in Prozesse von Projekten zur kolonialen Erinnerung in Städten zu thematisieren.

▶️ Zu Beginn freuen wir uns auf spannende Inputs & Good Practice Beispiele aus städtischer, wissenschaftlicher, zivilgesellschaftlicher und kultureller Perspektive.
▶️ Im Anschluss finden zwei Workshops für zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Mitarbeitende öffentlicher Institutionen statt, in denen die Einforderung und Ermöglichung von Partizipation in Prozessen kolonialer Erinnerung im Mittelpunkt steht. Die Workshops orientieren sich an den Arbeitsrealitäten der Teilnehmer*innen und diskutieren Herausforderungen die sich in der konkreten Umsetzung von Projekten vor Ort ergeben.
▶️ Abschließend diskutieren, Vertreter*innen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen, wie eine gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung kolonialer Strukturen aussehen kann und was benötigt wird, um diese bedarfsgerecht umzusetzen.

❗️Programm❗️

➡️15:00 Uhr
Eröffnungsstatements
Theresia Bauer (Ministerin des Landes Baden-Württemberg für Wissenschaft, Forschung und Kunst)
Vijaya Teelock (International Slave Route Project, UNESCO)
Stefanie Jansen (Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit, Stadt Heidelberg)
Danijel Cubelic (Vize-Vorsitzender Europäische Städtekoalition gegen Rassismus e.V.)

➡️15:10 Uhr
Impulsvorträge🎙
– Berliner Programm zur gesamtstädtischen Aufarbeitung der Kolonialzeit mit Tahir Della (Decolonize Berlin & ISD Deutschland) und Nicola Humpert (Senatsverwaltung Berlin)
– Perspektiven für die Ausstellung von Objekten aus kolonialen Raubkontexten mit Esther Utjiua Muinjangue (Ovaherero Genocide Foundation) und Ida Hoffmann (Nama Genocide Technical Committee)
– Perspektiven für Lehre und Forschung mit Caroline Authaler (Universität Bielefeld) und Omer Lemerre Tadaha (Universität Ngaoundere-Kamerun )

➡️16:30 Uhr
Workshop Sitzungen🛠
1. Partizipation gestalten! – Workshop für Mitarbeitende öffentlicher Institutionen mit Josephine Apraku Institut für diskrimnierungsfreie Bildung
2. Partizipation einfordern! – Workshop für zivilgesellschaftliche Akteur*innen mit Tahir Della (decolonize Berlin) und Evein Obulor (Antidiskriminierungsbeauftragte Stadt Heidelberg)

➡️18:30 Uhr
Paneldiskussion🗣
“Verantwortung und koloniales Erbe in der Stadt – Wege für eine bedarfsgerechte und gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung kolonialer Strukturen” – mit Tahir Della, Dr. Caroline Authaler, Nicola Humpert und Puneh Henning (Kuratorin Historisches Museum Frankfurt Stadtlaborausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ )

💸Kosten:
Die Teilnahme an dem UNESCO online Seminar ist kostenlos

💻Technische Ausstattung:
Teilnehmende benötigen eine funktionierende Kamera und Mikrofon und Internetanschluss.

🔊Barrieren:
Das online Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die englischen Input Talks werden zur Verständlichkeit auf deutsch übersetzt. Workshops sowie die Paneldiskussion finden auch auf deutsch statt.

📱Datenschutz & Aufzeichnungen:
Um die Nachhaltigkeit der Thematik zu gewährleisten werden die Impulsvorträge, sowie die Paneldiskussion aufgezeichnet. Mit der Anmeldung gilt die Einverständnis einher bei der Dokumentation für die Öffentlichkeitsarbeit durch Screenshots aufgenommen zu werden. Natürlich werden Wünsche der Anonymisierung berücksichtigt. Für die Veranstaltung nutzen wir die Plattform zoom.

👥Projektpartner:
UNESCO, Europäische Städtekoalition gegen Rassismus, Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, Heidelberger Partnerschaft für Demokratie, Mosaik Deutschland e.V.

🔗 Mehr Informationen https://www.eccar.info/…/partizipative-prozesse-im…

📹 Die Impulsvorträge und die Paneldiskussion werden außerdem live auf Facebook gestreamt werden.

Unterstützt durch das Kompetenznetz Plurales Heidelberg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Datum

16 Apr 2021
Vorbei!

Uhrzeit

15:00

Kosten

Kostenlos

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