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SUMMARY:JMKT Eröffnung – Max Czollek und „Carpet Concert“
DESCRIPTION:Die Jüdisch-Muslimischen Kulturtage eröffnen in diesem Jahr mit einem spannenden Abend, der Literatur und Musik vereint. Nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Stefanie Jansen liest Publizist und Lyriker Max Czollek aus seinem neuen Buch „Versöhnungstheater“ und kommt darüber mit uns ins Gespräch. Im Anschluss stehen Seba Kayan und Karrar Alsaadi als Duo „Carpet Concert“ auf der Bühne und laden uns mit einer live Fusion aus Techno und orientalischer Musik zum Tanzen ein. \nZum Buch\nMax Czolleks legendäre Bücher Desintegriert Euch! und Gegenwartsbewältigung streuten lustvoll Zweifel an den deutschen Narrativen von Integration bis Leitkultur. Scharf, gewitzt und an jeder Stelle überraschend, schließt Versöhnungstheater diesen Kreis, wenn es nach der aktuellen Erinnerung an die Verbrechen der Vergangenheit fragt. Seit weltweit bewunderten Gesten der deutschen Selbstvergewisserung vom Warschauer Kniefall bis zum Holocaust-Mahnmal hat sich in letzter Zeit einiges verändert: Das Berliner Stadtschloss feiert Preußens Könige, mit dem neuen Militärhaushalt wird eine Zeitenwende beschworen und der Bundespräsident bedankt sich auf Israelreise ungefragt für die „Versöhnung“. Deutschland ist wieder wer, auch weil es sich so mustergültig an den Holocaust erinnert. Herzlich willkommen zum Versöhnungstheater!\nZum Autor\nMax Czollek, geboren 1987, ist Autor und lebt in Berlin. Er ist Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart und war Mitinitiator des Desintegrationskongress 2016 sowie der Radikalen Jüdischen Kulturtage 2017 am Maxim Gorki Theater. Er hat drei Gedichtbände publiziert, bei Hanser erschienen bisher seine vieldiskutierten Essays Desintegriert euch! (2018), Gegenwartsbewältigung (2020) und Versöhnungstheater (2023). Im Frühjahr 2022 war Czollek Kurator der Ausstellung Rache. Geschichte und Fantasie am Jüdischen Museum Frankfurt, deren Begleitband ebenfalls bei Hanser erschien.\nDie Musiker*innen\nSeba Kayan ist DJ und Künstlerin aus Wien. Ihre Musik verfolgt einen forensischen, politischen und metaphorischen Ansatz. In ihrem musikalischen Spektrum trifft Techno auf anatolische Klänge. Sie ist auf einer „Soundsuche“. Bei dieser Suche, fließen Einflüsse aus alten kurdischen &amp; türkischen Songs, Dengbej*, Oral history, Oriental Techno, und Oriental Acid zusammen. Kulturelle Aneignungen sowie Zuschreibungen werden im Prozess dekonstruiert und somit im Sound hör &amp; spürbar.\nKarrar Alsaadi wurde in Baghdad, Irak, geboren und baut mit seiner Musik Brücken, die direkt in unser Herz führen. Immer wieder arbeitet er mit internationalen Musiker*innen zusammen und schafft dabei eine Sound Palette interkultureller Musik, die Jazz und Funk mit arabischer Musik und afrikanischen Rhythmen verbindet. Er komponierte u.a. die Musik für die Filme „BALA MARKET“ von Hussein Wham und „Film 201933“ von Leonie Wimmeri.\nMax Czollek – Foto: Paula Winkler\nSeba Kayan – Foto: Magdalena Fischer\n\n
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CATEGORIES:Jüdisch-Muslimische Kulturtage 2023
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